4. Passe deinen Rebound an

Der Rebound ist meist das Erste, das man nach dem Ermitteln des richtigen negativ Federwegs einstellt. Er sorgt dafür, dass das Fahrwerk uns nicht wie ein Flummi nach einer Kompression vom Boden schießt, sondern die Ausfedergeschwindigkeit abbremst und Bodenkontakt herstellt. Da man über die Zeit im Idealfall immer schneller wird und häufig die Federhärte oder den Luftdruck erhöht, muss auch die Dämpfung nachgestellt werden und dabei ganz besonders die Zugstufe.

  • Zu schneller Rebound:
    Ist der Rebound zu schnell eingestellt (schnelles Ausfedern), spiegelt sich das in einem unruhigen Fahrverhalten wieder. Das macht es schwierig Linien zu treffen und die Laufräder springen meist unkontrolliert durch die Gegend. Auch wenn du bei der Landung nach einem Sprung immer wieder abhebst, ist das ein Zeichen von zu wenig Zugstufendämpfung. Hier solltest du definitiv deinen Rebound (zur Schildkröte oder Richtung + Drehen) nachstellen.
  • Zu langsamer Rebound:
    Ist die Zugstufeneinstellung zu stark eingestellt (langsames Ausfedern), dann hat das Fahrwerk nicht genügend Zeit, um zwischen aufeinanderfolgenden Unebenheiten wieder auszufedern. So wird man immer tiefer in den Federweg sinken und hat keine Reserven mehr für große Schläge. Dies kann sich sogar bis zum Durchschlag aufschaukeln.
Die richtige Zugstufeneinstellung solltest du je nach herrschender Termperatur anpassen

Gehe beim Einstellen ähnlich wie beim Reifendruck vor. Beginne mit einer mittleren Zugstufeneinstellung und achte beim Fahren auf das Verhalten des Fahrwerks. Auch hier sollte die Strecke nicht zu anspruchsvoll sein, um dich auf dein Fahrwerk konzentrieren zu können. Erhöhe oder verringere dann vor jedem Lauf deinen Rebound um 2 Klicks bis sich das Fahrwerk ausgewogen, aktiv und kontrollierbar anfühlt.

ERGÄNZUNG: Die Reboundeinstellung von Klickpedalfahrern und Flatpedalfahrern variieren häufig ein wenig. Das liegt daran, dass Klickpedalfahrer das Hinterrad etwas besser fixieren können und nicht darauf achten müssen, dass die Füße auf den Pedalen bleiben, weshalb sie meist eine etwas schnellere Zugstufeneinstellung fahren.
TIPP: Da in unserem mitteleuropäischen Wetter die Temperaturen häufig schwanken, beeinflusst das die Zähigkeit des Öls in der Dämpfung. Passe deshalb die Zugstufe auch den wechselnden Temperaturen an.