Carbon Laufräder sind im Enduro eher wenig verbreitet. Aber eigentlich gibt es dafür gar keinen Grund – oder? Wir haben den Acros Enduro Race Carbon 29 Laufradsatz getestet.

Im Frühjahr waren wir zu Besuch bei Acros im deutschen Renningen und haben uns selbst davon überzeugt, wie die Laufradsätze und Naben „Made in Germany“ hergestellt werden. Nach der Theorie haben wir uns in der Praxis selbst davon überzeugt, was der Carbon Laufradsatz auf den Trails kann.

Acros Enduro Race Carbon 29 Zoll

Acros bietet einen Laufradsatz aus Kohlefaser, der ein Vielfaches weniger als Vergleichsprodukte kostet und dabei nicht weniger stabil und leicht sein soll.

Unser Testlaufradsatz besteht aus zwei dezenten mattschwarzen 29“ Felgen mit 29 mm Innenweite und je 28 Sapim CX Ray Speichen, welche für eine höhere Steifigkeit asymmetrisch angeordnet sind. Jeweils in der Laufradmitte sitzen die CNC-gefrästen Acros Nineteen Naben mit Boost-Standard, welche über doppelt gedichtete Schrägkugellager aus Edelstahl verfügen. Der Ratchet-Freilauf mit 38 Zähnen hat ein angenehmes Betriebsgeräusch.

Die Carbonfelge mit 29 mm Innenweite und asymmetrischer Bohrung

Der komplette Laufradsatz wiegt gerade mal 1.500 Gramm, was man ab der ersten Pedalumdrehung zu spüren bekommt. Die rotierende Masse ist ein bedeutender Faktor für die Fahreigenschaften und bestimmt maßgeblich die Agilität und die mögliche Beschleunigung des Bikes. Spürbar leichtfüßiger geht das Rad nach vorne. Durch das Mehr an Steifigkeit gegenüber Laufrädern aus Aluminium fährt sich das Rad ein Stück weit präziser und direkter. Insbesondere Könner und Zielflaggensammler wissen dies zu schätzen.