Prolog – Samstag Nachmittag

Im Vorfeld besichtigt werden durfte der Prolog lediglich per pedes. Vom Schloss Hohenaschau führte die Prologstrecke über viele Spitzkehren schottrig hinab zum Festivalgelände. Alle Driftfreunde hatten hier ordentlich Spaß – Fuß raus und durch! Die besten Zeiten im Prolog konnten Kathi Kuypers (0:48.28) und Matthias Richter (0:40.98) einfahren.

Fuß raus und Hinterradbremse ziehen: Das war das Rezept für schnelle Zeiten auf den schottrigen Trails

Renntag – Sonntag

Am Sonntag ab 9:30 Uhr machten sich die rund 480 Starter in 20er Startblöcken auf den Weg zu den Stages unterhalb der Kampenwand. Da im Training tags zuvor nur die Stages 3 bis 5 in Augenschein genommen werden durften, mussten die ersten beiden Stages auf Sicht gefahren werden. Leider wurde die Erwartung vieler Rennteilnehmer eher enttäuscht. Wie bereits die bekannten Stages, präsentierten sich auch die Stage 1 und 2 als recht unspektakulär und wenig anspruchsvoll. Es ging unspannend einen Wanderweg entlang, zwei 180° Kurven und einige Pedalumdrehungen später war das Ziel auch schon erreicht. Stage 2 war von Länge und Profil her sehr ähnlich. Fahrtechnik und Geschick brauchte es auf den kurzen Stages leider nicht. Treten, draufhalten und schnelles Fahren offener Schotterkurven waren das Rezept für schnelle Stagezeiten.

Auch Claires Felge überlebte wie viele andere die bayerischen Steine nicht

Die zweite Rennhälfte wartete dann erfreulicherweise mit etwas mehr fahrtechnischem Anspruch auf. Die bereits bekannten Stages forderten vor allem eine saubere Linienwahl. Dass diese nicht allen Startern so perfekt gelang, zeigten die vielen fluchenden und Reifen-flickenden Fahrer, vor allem am Ende von Stage 4. Stage 6 führte die Rennfahrer dann zum Abschluss nochmal zur Prolog Strecke und ließ das Rennen enden, wie es tags zuvor begonnen hatte.

Fazit zu Enduro One in Anschau

Mit dem Event in Aschau im Chiemgau hat der Veranstalter Baboons zusammen mit den Vorort-Organisatoren Mario Mittermayer und Georg Blenk ein klasse organsiertes Premierenrennen abgeliefert. Für das kommende Jahr wünschen wir uns lediglich anspruchsvollere, längere Trails – die schnellste männliche Gesamtzeit lag bei gerade einmal knapp sieben Minuten. Hoffen wir also, dass auch die Verantwortlichen von Forst und Gemeinde von der Veranstaltung begeistert waren und im nächsten Jahr genehmigungstechnisch etwas kulanter sind.

Die Ergebnisse und das POV-Video der Stages findest du auf der nächsten Seite.