Die verschiedenen Kettenöle

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Kettenöle, die im Mountainbikebereich Sinn machen:

1. Keramiköle

Keramiköle sind die fortschrittlichsten Öle der heutigen Zeit und sind ebenfalls in Nass- oder Trockenversionen erhältlich. Sie enthalten Nanopartikel, die eine Schutzbarriere zwischen den Antriebselementen herstellen und dadurch für eine sehr geringe Reibung sorgen. Dank der hohen Beständigkeit von Keramikölen wird die Anwendungshäufigkeit gesenkt und der Verschleiß minimiert, weshalb sie für Pflegemuffel oft eine gute Wahl sind. Allerdings muss man dafür auch tiefer in die Tasche greifen als bei gewöhnlichen Ölen.

Kettenöle
Der Verschleiß zwischen Kettenrollen und Zähnen wird durch Kettenöl extrem verringert | Quelle/Source

2. Trockenschmiermittel

Bei einem Trockenschmiermittel handelt es sich um ein relativ dünnflüssiges Öl, das, nachdem es abgetrocknet ist, einen dünnen Wachsfilm auf der Kette hinterlässt. Dieser sorgt für die nötige Schmierung und haftet für eine gewisse Zeit an der Kette. Wie der Name es vermuten lässt, ist das Trockenschmiermittel für trockene Bedingungen geeignet und ist deutlich schmutzabweisender als ein Nass-Schmiermittel. Allerdings ist der Wachsfilm nicht besonders Widerstandsfähig und muss deutlich öfter aufgetragen werden.

3. Nassschmiermittel

Dieses Kettenöl ist im Vergleich zu einem Trockenschmiermittel deutlich dickflüssiger und bleibt als Flüssigkeit auf der Kette bestehen anstatt abzutrocknen. Deshalb Nassschmiermittel. Beim Auftragen sollte behutsam umgegangen werden. Hier heißt es nicht „Viel hilft viel“! Der Vorteil eines Nassschmiermittels besteht darin, dass das Öl eine höhere Langlebigkeit besitzt und eine bessere Schmierung gewährleistet. Jedoch ist es bei Trockenheit eher weniger zu gebrauchen, da es dort enorm schmutzanziehend wirkt und bei übermäßiger Anwendung zum genauen Gegenteil des eigentlichen Sinns von Schmiermitteln führt. Nämlich zu hohem Verschleiß.