Auf dem Trail

Wir testen das Trail 429 auf den Trails in Winterberg und im dortigen Bikepark. Erstere sind eher flach und mit Wurzeln, Steinen und kleineren Sprüngen ein adäquates Terrain für Trailbikes dieser Kategorie. Zumindest dachten wir das, bis uns nach der ersten Stunde klar wird, dass das Rad wesentlich mehr zu können scheint, als die nackten Zahlen auf dem Papier andeuteten. Der Antritt ist leichtfüßig und das Pivot Trail 429 geht spritzig aus den Startlöchern. Normale Steigungen lassen sich sehr angenehm und schnell hoch pedalieren. Das Rad glänzt mit sehr effizienter Kraftübertragung. Werden die Anstiege steil, hat man etwas mit einer früh steigenden Front zu kämpfen und muss sein Gewicht weiter nach vorne verlagern. Dies ist den kurzen Kettenstreben geschuldet, welche das Bike dafür in anderen Bereichen wieder glänzen lassen.

Das Pivot Trail429 kann definitiv mehr, als auf der reinen Verpackung steht. Bikeparkbesuche eingeschlossen.

Sobald der Trail auch nur leicht bergab zeigt, hat man mit dem Trail429 praktisch eine Dauerkarte für das Phantasialand gebucht. Jede Wurzel, jeder Stein, jede Kuppe kann ein Sprungbrett sein. Das Rad fliegt über den Trail und boostet aus Kurven, dass es eine wahre Freude ist. Selbst langsames Fahren macht jeden Trail zum Spielplatz. Auf schnellen Flowtrails läuft das Rad so sauber, sicher und schnell, dass man es bei Sprüngen fast ein bisschen bremsen muss, um die Landung nicht zu verpassen. Dabei haben wir stets das Gefühl, mehr Federweg unter uns zu haben, als eigentlich vorhanden. Im Bikepark geht es auf etwas gröbere Strecken und insbesondere hier überrascht uns das Bike mit ausgesprochen großen Reserven, die wir ihm vorher nicht unbedingt zugetraut hätten.

Der DW-Link Hinterbau vermittelt während der Fahrt das Gefühl von weitaus mehr als 120 mm Federweg und arbeitet wie gewohnt hervorragend und effizient.
Alle Züge sind intern verlegt und die Zugführung ist außerordentlich sauber. Das Rad ist insgesamt sehr leise.