Heute startet Patagonia eine Multimedia-Kampagne, die eine der schönsten Regionen Europas retten soll. Das sogenannte „Blaue Herz“ auf dem Balkan ist durch den Bau riesiger Dämme akut bedroht.

Was ist das „Blaue Herz Europas“?

Die mehrere tausend Kilometer große Region auf dem Balkan ist von natürlich fließenden Flüssen durchzogen und ein Eldorado für Biker, Kletterer, Wanderer und Wassersportler. Hier sieht die Natur noch so aus wie vor hunderten von Jahren, und die Bewohner leben von und für ihre Heimat.

Das „Blaue Herz Europas“ trägt seinen Namen nicht ohne Grund.

Wieso ist das „Blaue Herz Europas“ bedroht?

Unter dem Deckmantel einer vermeintlich „grünen“ Energiegewinnung sind in der Region von Slowenien bis Albanien mehr als 3000 Wasserkraftprojekte geplant. Sie würden dieses Naturwunder unwiederbringlich verändern und zerstören. Internationale Banken pumpen mehr als 700 Millionen Euro in die Finanzierung von Staudamm-Projekten. Ein Drittel der Staudämme und Wasserumleitungen sind innerhalb geschützter Gebiete geplant, davon 118 sogar in Nationalparks. Falls der Widerstand vor Ort erfolglos bleiben sollte, werden die letzten staudammlosen Wasserläufe des Kontinents irreversibel geschädigt.

„WIR MÜSSEN DIESE EINMALIGE NATURLANDSCHAFT SCHÜTZEN, DAVON BIN ICH ÜBERZEUGT“,

sagt Patagonia-Gründer Yvon Chouinard. „Dass die weltweit größten Banken diese überholte und ausbeuterische Technologie unterstützen und neue Staudämme in den letzten unberührten Regionen Europas finanzieren, ist nicht nur eine Geldverschwendung, sondern vor allem eine moralische Schande. Dieser Kampf ist viel zu wichtig, als dass er ignoriert werden könnte.“

Dämme wie diese zerstören die natürlichen Flüsse und nehmen den Menschen vor Ort Wasser und Lebensqualität weg.

Was sagen die Bewohner der Region zu diesen Projekten?

Sie kämpfen mit großer Leidenschaft für den Schutz der Flüsse und Landschaften ihrer Heimat. Frauen aus dem Dorf Kruščica in Bosnien und Herzegowina wachten fast ein Jahr lang Tag und Nacht in einem friedlichen Protest, um die Flüsse ihrer Gemeinden und zugleich ihre einzige Trinkwasserquelle zu schützen. Dabei trotzten sie sogar der körperlichen Gewalt, die von staatlichen Behörden angewendet wurde.

Auf der nächsten Seite erfahrt ihr, wie ihr die Bewohner in ihrem Kampf unterstützen könnt.