An Richie Rude führte eine lange Zeit kein Weg vorbei. In letzter Zeit strauchelte der US-Amerikaner ein wenig. Wir wollten wissen weshalb und ob er zum Downhill zurückwechselt. 

Nach zwei Jahren an der Spitze der Enduro World Series erlebte Richard ‚Richie‘ Rude 2017 ein Jahr zum vergessen. Es wollte nicht so recht laufen und er beendete die EWS lediglich auf Platz 10. Wir haben uns zu Beginn der Saison darüber unterhalten, warum seine Leistung so abgefallen ist, ob er wieder zurück zum Downhill wechseln will und was er eigentlich über den amtierenden Enduro Weltmeister Sam Hill denkt.

Richie Rude im Interview

Steckbrief

Alter 23
Wohnort Redding (Connecticut, USA)
Sponsoren Yeti, Fox, Red Bull, Smith
Erfolge Junioren Weltmeister Downhill 2013, Weltmeister Enduro 2015 & 2016,

Instagram richie_rude1
Facebook richierude1

Hi Richie, erstmal Glückwunsch zu deinen beiden Enduro World Series-Titeln und zwei Jahre an der absoluten Spitze! Wie hast du dich gefühlt nachdem du 2015 zum ersten Mal die EWS gewonnen hast?

Es war wie ein kleiner Schock am Ende als Nummer 1 des Sports ganz oben zu stehen. Das Jahr hatte begonnen und es schaute so aus, als ob es wie jedes andere werden würde. Aber dann wurde es kontinuierlich immer besser und besser. Es hat sich angefühlt, als würde jedes Puzzleteil ineinander greift: Ich bin gut gefahren und hatte einfach richtig viel Spaß. Und als ich dann am Ende des Jahres als der Beste der Welt ganz oben stand konnte ich es kaum fassen, vor allem weil es ja erst mein zweites Jahr war.

Welche Erwartungen hattest du für 2017, nachdem du ja auch 2016 dominiert hast?

Sehr hohe! Ich hatte ja zwei sehr gute Saisons zuvor. Ich wollte wieder gewinnen. Aber ich glaube, dass der Druck nicht gut für meine Performance war. [Anm. d. R.: Richie belegte Rang 10 im Gesamtranking der EWS 2017]

Richie Rude mit seinem Yeti SB6 C Racebike