Die dritte Generation des Santa Cruz Nomad hat sich eine große Fangemeinde aufgebaut. Mit dem Nomad 4 und dem Reserve Laufradsatz wollten die Ingenieure noch einen drauf setzten. Wie Santa Cruz einen Bestseller neu auflegt und Felgen entwickelt, erfährst du hier im Santa Cruz Entwicklerinterview.

Santa Cruz Entwicklerinterview

Das Nomad 4 unterscheidet sich nicht nur optisch von seinem Vorgänger, sondern bringt eine Reihe an technischen Neuerungen mit sich. Was genau dahinter steckt, das haben wir Josh Kissner, Produktmanager, und Nick Anderson, Entwicklungsmanager, von Santa Cruz gefragt.

Ein härterer Test Praxistest als bei der Enduro World Series ist wohl nicht möglich. Bisher ohne Ausfälle!

Das Nomad hat ein von Grund auf neues Design bekommen. Was ist neu und warum habt ihr diese Änderungen gemacht?

Es gibt jede Menge Unterschiede zum vorherigen Bike. Der markanteste ist die Orientierung der VPP Suspension zur Lower Link Dämpferaufnahme. Und natürlich haben wir auch die Änderungen gemacht, die erwartet wurden: Länger, tiefer, Boost, Metric… Aber das war einfach im Gegensatz dazu, ein 170 mm Bike zu designen, das sowohl gut im Downhill wie auch im Anstieg ist. Und das war der eigentliche Grund für die Veränderungen.

Hast du das „alte“ Nomad als Vorlage genutzt oder hast du die Entwicklung auf einem leeren Blatt Papier begonnen?  

Das vorherige Nomad hatte einen identischen Lenkwinkel und war als Trailbike mit All Mountain- und Abfahrtstendenzen gedacht. Und das ist der Grundgedanke der Nomad-Philosophie. Aber mit der neuen Orientierung des Dämpfers sind wir da ganz anders an die Sache rangegangen.

Die vierte Generation des Nomad

Welche Fahrer haben euch das meiste Feedback geliefert? 

Generell sammeln wir in unseren Entwicklungsprozessen Feedback von einer hohen Bandbreite von Testfahrern auf unterschiedlichstem Terrain und das war beim Nomad nicht anders. Die ersten Prototypen werden meistens von unseren Produktentwicklern getestet. Wenn wir dann die finale Geometrie, Kinematik und Federelemente festgelegt haben, dann lassen wir die wirklich schnellen Fahrer ran, um deren Meinung zu bekommen. Das ist zum Beispiel unser EWS-Team und auch Kiran MacKinnon, unser Maschinenbautechniker, der selbst auf Weltcuplevel fährt.