Auf dem Trail

Auf dem Weg Richtung Gipfel fällt trotz Abfahrtsorientierung sofort die überraschende Leichtigkeit beim Treten auf. Dank relativ steilem Sitzwinkel und dreistufiger TwinLoc-Ansteuerung des gesamten Fox Fahrwerks lässt sich das Ransom äußerst entspannt pedalieren und an jede Fahrsituation anpassen. Im Traction-Mode wird eine Luftkammer im Dämpfer geschlossen, der Federweg verringert und die Progression erhöht. Folge ist eine aufrechte und angenehme Fahrposition. Im Lockout-Mode fährt sich das Ransom wie ein Hardtail und jeder Tritt schiebt ohne Verluste nach vorne.

Das Scott Ransom kehrt mit moderner Geometrie, vielen durchdachten Details und der stabilsten Carbon-Konstruktion in der Geschichte von Scott zurück. Vielseitiger und potenter denn je zuvor.

Wird der Descend-Mode freigeschalten, ist Vollgas angesagt, denn dann ist das Ransom auf volle Traktion und Stage-Bestzeiten gepolt. Egal wie steil es wurde oder wie sehr wir Strecken attackierten, das Ransom schien keine Grenzen zu kennen und dehnte unsere Komfortzone erheblich aus. Der flache 64,5° Lenkwinkel und lange Reach bringt enorme Laufruhe mit sich. Dennoch waren wir dank der relativ kurzen Kettenstreben auch in verwinkelte Passagen keineswegs limitiert. Lediglich die 2,6 Zoll breiten Reifen waren bei nassen Bedingungen und in Anliegern nicht zufriedenstellend. Ging es auf sprunglastige Strecken, kam der Ramp-Adjust zum Einsatz. Trotz Steigerung der Progression leidet das Ansprechverhalten jedoch nicht unter diesem Feature. Man steht lediglich höher Im Federweg und kann grobe Einschläge kontrollierter abfangen.

Auch in der Luft weiß das Ransom voll und ganz zu überzeugen.
Die 2.6 Zoll breiten Minion DHF Reifen konnten bei nassen Bedingungen nicht überzeugen und sollten bei einem 170 mm Bike auf jeden Fall mit Double Down Karkasse ausgestattet sein, anstatt mit EXO.
Die Leitungen sind am gesamten Bike sauber und sinnvoll verlegt.

Das Fazit folgt auf der letzten Seite.