Nico Vink höchstpersönlich hat in diesem Bike Park Hand angelegt und geniale Strecken gezaubert, die in aller Munde sind. Doch das ist noch längst nicht alles, was Hürtgenwald so besonders macht.

Wer schon mal im Bike Park Hürtgenwald/NRW war, der weiß, dort läuft alles ein bisschen anders. Der Shuttle Service beginnt in einem kleinen, beschaulichen Dorf, seine Tageskarte holt man in einem liebevoll gestalteten Bauwagen ab, wo man bei jedem Besuch sein Bändchen in einer anderen Farbe bekommt. Und wenn man ganz viel Glück hat, dann ist Streckendesigner und Vollzeit-Freerider Nico Vink mit seinen Kumpels aus Belgien unterwegs und grüßt dich auf dem Weg zu Strecke.

Aber das ist nicht das Einzige, was den MTB-Park Hürtgenwald so besonders macht. Wenn man in die Runde fragt, warum man Hürtgenwald denn so toll findet, kommt meistens als erstes „hier ist es einfach anders als in normalen Bike Parks“

Und diesem „irgendwie anders“ galt es auf den Grund zu gehen und das beginnt schon mit der Geschichte des Bike Parks.
Kurz vor Ende der ersten Saison in Hürtgenwald, an einem nebeligen Oktobertag, begegnete ich Joe Corr, der maßgeblich zur Entstehung des Bike Parks beitragen hat und sich engagiert um die Streckenpflege und vieles mehr kümmert.

Engagement von allen Seiten

Es begann mit dem Problem, das wir alle kennen: Wo darf bzw kann man fahren gehen? Im Falle von Hürtgenwald kam die konstruktive Idee, sich selbst für neue Wegenetze und einen eigenen Bike Park zu engagieren, um Konflikte zu vermeiden und unseren Sport in die richtige Richtung zu lenken.

Alle Beteiligten haben sich an einen Tisch gesetzt und darüber beraten, wie alle Parteien zufrieden gestellt werden können. Denn die Mountainbiker einfach aus dem Wald zu verbannen und als böse Waldzerstörer zu verfluchen, kann keine Lösung sein. So entstand vor ca. 4 Jahren ein „Runder Tisch MTB“ (initiiert durch Klaus Wißmann, Vorsitzender Radsportbezik Aachen), bestehend aus den ortsansässigen Vereinen ESG Radsport, BSV Profil, Geländefahrrad Aachen und Nordeifel Gravity e.V.

Die Motivation des runden Tisches war, den MTB Sport in alle seinen Facetten seriös  und fachlich gut zu vertreten und sich bei Planungen einzubringen. In der Region sollte so mit allen Beteiligten  ein öffentliches, geregeltes Miteinander  geschaffen werden um somit die Konflikte produktiv zu lösen.

Bikestation in Hürtgenwald

Das Engagement und die Kompetenz der Vereine blieb dem Kreis Düren und dem Forstamt Rureifel-Jülicher-Börde als federführende Behörden nicht verborgen und so wurden sie zum Hauptansprechpartner während der gesamten Planungsphase des Projektes „Crossing Nature“ (2012-2015).
Als es an die Ausschreibung für den Betrieb des Bikeparks ging, entschlossen sich die Vereine, Nordeifel Gravity e.V. als Betreiberverein zu nutzen, um in Kooperation mit ihm an den Start zu gehen. Unter Führung des Betreibervereins Nordeifel Gravity e.V. nahmen die kooperierenden Vereine dann  an der öffentlichen Ausschreibung des Kreises Düren teil und bekam letztendlich den Zuschlag für den Bau-und Betrieb des Bike Parks. So war der Bike Park Teil des Projekts „Crossing Nature“, der vom Kreis Düren und Euskirchen initiiert wurde.
Dieses  Projekt hat zum Ziel, zur Verbesserung von Wegenetzen für Mountainbiker und somit zur Tourismusförderung bei zutragen. Es speist sich hauptsächlich aus Fördergeldern von EU, dem LandNRW und dem Kreis Düren. So konnten auch die Kosten für die Entstehung des MTB-Parks Hürtgenwald gedeckt und die Wege für den MTB-Park Hürtgenwald wurden geebnet.