Ronny-Racing, die verrückte Crew, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, so viel wie möglich auf dem Bike unterwegs zu sein und dabei so viel Spaß zu haben wir nur geht – Traumleben, oder? Doch Jan Feyser und Robert Schulz war Europa nicht mehr genug also haben sie das nächste Traumziel anvisiert: Neuseeland. Der legendäre Krankenwagen Sputnik #1 wurde verkauft, Flüge gebucht und los ging die nächste Traumreise.
Und damit wir auch ein kleines bisschen von dem Kuchen abbekommen, haben die Jungs uns einen Haufen Bilder mitgebracht und uns von ihren Abenteuern im Land der Träume erzählt.

Bilder und Text von Jan Feyser und Robert Schulz:

Wer uns und unsere Videos kennt und mit verfolgt kann sich gut vorstellen, dass das Leben als „Ronny“ nicht immer einfach ist, unendliche Roadtrips durch die Weltgeschichte, endloses feiern und Fahrrad fahren. Nach 2 harten Jahren auf der Piste haben wir nun beschlossen uns eine wohlverdiente Auszeit zu gönnen!

Spaß beiseite, aber während ihr euch Zuhause in Deutschland den Arsch abfriert und nach dem Blick aus dem Fenster drei mal überlegt ob ihr aufs Fahrrad steigt, sitzen wir wahrscheinlich gerade am Strand oder shredden weltklasse Tails im Staub, kurzer Hose und T-Shirt.
Das große Abenteuer Neuseeland ist von uns, wie wahrscheinlich auch von jedem anderen Mountainbiker, ein lange gehegter Traum. Dieses Jahr haben wir dann kurzer Hand alle Habseligkeiten verkauft, uns in den Flieger gesetzt und beschlossen unser Glück auf der anderen Seite der Welt zu suchen.
Nach 4 Tagen nervenaufreibender Reise, verlaufen in einer asiatischen Großstadt, einem verpassten Flug und Ärger mit dem Gepäck haben wir  es letztendlich doch geschafft ohne Verluste in Christchurch anzukommen.

 

Lost in Taipei

 

Schon beim Überfliegen bekommt man einfach nur Bock auf das Land

Schon bei der Einreise bestätigte sich uns erneut das Bild der „überentspannten Kiwis“ wie wir sie schon Europa kennen gelernt haben. Keine strengen und schlecht gelaunten Zollbeamten, sondern nur ein Officer der sich freundlich nach unserer Reise und den weiteren Plänen erkundigt und fragt wo wir denn das Deutsche Bier für ihn als Bestechung gelassen hätten.
Am Flughafen wartete dann auch schon unser guter Freund Rod, auf dessen Farm wir die erste Woche verbrachten und genügend Zeit hatten ein geeignetes Auto zu organisieren und auszubauen.
Zunächst ging es jedoch vom Flughafen direkt zum ersten Rennen, also keine Zeit für Jetlag.

Rennen fahren in Neuseeland…

Etwas verspätet angekommen wollten wir natürlich gleich auf die Strecke um die Trainingszeiten voll auszunutzen aber so etwas wie feste Zeiten scheint es hier gar nicht zu geben, allgemein fühlt man sich bei den eintägigen Veranstaltungen mit etwa 70 Starten kaum wie auf einem richtigen Rennen, zumindest nach europäischen Maßstäben. Es gibt keinen Stress, man kommt wirklich mal zum Fahren und alle haben einfach nur eine Menge Spaß zusammen, im Grunde genommen ist es wie eine große gemeinsame Sonntagsausfahrt mit 2 gezeiteten Läufen. Hier macht Rennen Fahren einfach nur Spaß!
Nach unserer ersten Woche auf der Farm irgendwo im Nirgendwo ging es dann mit unserem neuen kleinen Truck auf direktem Weg nach Queenstown. Schon auf dem Hinweg kamen wir aus dem Staunen nichtmehr heraus, unendliche Weiten ohne eine Menschenseele, Berge soweit das Auge reicht und Seen so Blau wie der Himmel.

Der Weg nach Queenstown hat dann doch etwas länger gedauer da man bei solchen Ausblicken ja nicht einfach vorbei fahren kann

 

Schon allein dieser Ausblick war den Tausch von Platz und Komfort gegen Geländegängigkeit wert!

In Queenstown angekommen sind wir erstmal baff, nicht nur allein von der Schönheit, dem riesigen See und der Berge wegen sondern auch wie jung und lebendig diese Stadt doch ist. Dazu kommen dann natürlich auch die unzähligen Trails und der Skyline Bikepark. Also eine perfekte Basis für einen geilen Sommer!

Ein Traum von Trails…

Die erste und bisher definitiv beste Investition ist natürlich ein Saisonpass für den Bikepark, der mit seinen 800$ auf den ersten Blick zwar nicht gerade günstig erscheint aber angesichts der über 20 Weltklasse Strecken (die unzähligen Secret Trails nicht eingerechnet), Öffnungszeiten bis Abends um 8 und der Tatsache, dass wir die nächsten 7 Monate jeden Tag so viel fahren können wie wir wollen, ist es diese Summe auf jeden Fall Wert.
Um euch nicht all zu neidisch zu machen werde ich am besten gar nicht erst damit anfangen die Strecken hier zu beschreiben, nur so viel will gesagt sein, die Kiwis wissen einfach wie es geht…
Das Wort „Bremswellen“ scheint hier unten gar nicht zu existieren und egal ob Anfängerpiste oder Worldcup Track, hier macht einfach alles Spaß. Und auch für die jenigen die ständig auf der Suche nach überdimensionalen Doubles, Gaps und Sonstigen „YOLO Missionen“ sind ist hier mehr als genug dabei. Natürlich sind wir nicht nur ausschließlich zum Biken hier sondern auch um das wilde Neuseeland selbst zu entdecken und zu Erleben. Und wie ihr an den Bildern sicher sehen könnt sieht es wirklich gar nicht mal so schlecht aus hier.

Der Dreamtrack oder auch Wynyard ist einfach unübertroffen Spaß, Flow, Panorama angeht. 5 Minuten entfernt vom Skyline Bikepark ein perfekter Platz für eine kleine Abendsession.
Legswag im Wynyard

Als Outdoor- und Action-Liebhaber wird es hier auf jeden Fall nicht langweilig. Egal ob wilde Wander- und Kletterexpeditionen durch den Urwald, baden in einem der unzähligen Wasserfälle, Klippenspringen, Surfen, Jetboot fahren oder Bungee Springen, hier kommt wirklich jeder auf seine Kosten.
Da wir ja erst seit einigen Wochen hier sind haben wir natürlich bei weitem noch nicht alles gesehen und Erlebt aber nach unserem ersten Eindruck vom Land, den Strecken und den Menschen wissen wir schon jetzt, dass dieser Sommer definitiv nicht unser Letzter hier bleibt und wir wahrscheinlich so schnell nicht wieder nach Hause kommen werden.

Natürlich halten wir euch auch weiterhin mit Bildern und Videos auf dem Laufendem was hier unten im Sommer so abgeht und vielleicht können wir ja den Einen oder Anderen von euch dazu motivieren mal einen etwas längeren Urlaub einzulegen und uns zu besuchen!

 

Nicht gerade die freundlichsten Zeitgenossen
Wenn man durch Neusseland fährt muss man eigentlich alle 10 Minuten stoppen um eine neue spektakuläre Aussicht zu genießen. In diesem Fall konnten wir es uns nicht nehmen lassen den in etwa 200 Metern Höhe, in einer senkrechten Felswand, liegenden Wasserfall zu erklimmen. Ein kleiner Ausflug der zwar hier und da Todesängste verursacht, sich aber mit der Aussicht 100 mal bezahlt gemacht hat.

 

Das Roys Peak am Lake Wanaka ist einfach ein Muss und bisher unser Favorit für das geilste Panorama!

 

Wer sieht den kleinen Truck? Kein verkehrter Platz zum übernachten!

Cheers, die Ronny’s