Ibis hat die besten Eigenschaften der beiden Modelle Ripley und Mojo genommen und daraus das Ibis Ripmo geschaffen. Wir haben die 29er Rennmaschine getestet.

Das Team der kalifornischen Edelmarke Ibis fuhr das Ripmo schon im harten EWS-Einsatz. Seit kurzem kann man das Bike auch kaufen. Da stellt sich die Frage, was das Enduro mit dem DW-Link Hinterbau, den organischen Rahmenformen, dem babyblauen Lack und den asymmetrischen 29 Zoll Laufrädern mit normalsterblichen Fahrern anstellt.

Ibis Ripmo

Text: Michi Assmann
Fotos: Basti Gogl

Erster Eindruck

Die Geometrie des Ripmo ist relativ lang und flach, jedoch mit weniger Federgabel Offset als sonst von Ibis gewohnt. Der Sitzwinkel ist steil und besonders das kurze Heck soll für ein wendiges und spaßiges Bike sorgen, das trotzdem auch bei hohem Tempo sicher liegt und sich ebenso gut pedalieren lässt. Das Fahrwerk besteht aus der Fox Float 36 Grip 2 Factory mit 160 mm Federweg und dem Dämpfer Float Performance DPX2 mit 145 mm.

Der gesamte Carbon-Hinterbau besteht aus einem Teil und überträgt die Aktionen des Hinterrades mittels zwei DW-Link-typischer Umlenkhebel an den Dämpfer. Die 435 mm Kettenstreben sorgen für Agilität und ordentlich Grip am Hinterrad.

Der DW-Link Hinterbau ist schon von anderen Marken und für seine Effizienz bekannt. Die Rahmenkonstruktion bietet genug Platz für die Fox Transfer Dropperpost mit 175 mm Hub. Der Sram X01 Eagle Antrieb ist so solide wie die Shimano XT Bremse. Besonders die hauseigenen Carbonfelgen stechen bei genauerem Hinsehen noch ins Auge. Dank der Asymmetrie ist die Speichenspannung auf beiden Seiten nahezu identisch und ermöglicht im Vergleich zu normalen Felgen ein steiferes und leichteres Laufrad. Außerdem: Endlich wieder ein geschraubtes Tretlager!

Zugverlegung vom Feinsten! Eine sauberere Zugverlegung ist uns bislang noch nicht untergekommen.
Das Cockpit ist clean und aufgeräumt. Die Kombination aus Ibis Carbon-Lenker und Thomson Elite 4X Vorbau hat uns ebenso gefallen.