Das Konzept aus vier Bremskolben vorne und zwei hinten in Kombination mit dem ergonomischen Einfingerhebel soll ordentlich Bremspower für wenig Geld bringen. Wir haben die Magura MT Trail Sport getestet.

Magura MT Trail Sport im Test

Am Vorderrad wird eine deutlich höhere Bremswirkung erzielt als am Hinterrad. Diese Idee hat Magura bei der MT Trail Sport aufgegriffen: Am Vorderrad beißen vier, am Hinterrad zwei Kolben. Bei unserem mehrmonatigem Test auf unseren Hometrails bei unterschiedlichstem Wetter musste sich die Bremse an einem 29er Trailbike mit der Magura Storm Bremsscheiben (203 mm vorne und 180 mm hinten) beweisen.

Kombiniert mit den organischen Bremsbelägen generiert die Bremse am Vorderrad eine sehr gute Bremsleistung, was ein spätes Anbremsen ermöglicht. Die Hinterradbremse ist mit seinen zwei Kolben natürlich nicht ganz so bissig, dafür auf Dauer sehr gut dosierbar bei trotzdem sehr guter Bremswirkung. Die Bremsbeläge werden nicht über eine Feder auseinander gedrückt, sondern magnetisch dank der magnetiXchange-Bremskolben von den Bremsscheiben fern gehalten.

Der vordere Bremssattel mit 4 Kolben entwickelt ordentlich Bremsleistung

Der Ein-Finger-Hebel ist aus Aluminium und ergonomisch geformt. Die Griffweite ist mit einem Inbusschlüssel verstellbar. Die Belagsnachstellung funktioniert automatisch, sodass eine häufige Korrektur der Griffweite unnötig ist.

Der günstige Preis der MT Trail Sport kommt durch die Verwendung von Aluminium-Bremshebeln und eines Gebergehäuses aus Carbotecture zu Stande. Das Systemgewicht liegt bei 485 Gramm ohne Bremsscheiben und bringt damit lediglich 15 Gramm mehr auf die Waage als der „große“ Bruder MT Trail Carbon (mit Bremshebeln aus Carbon für 579,90 Euro) bei kaum nennenswerten Leistungsunterschieden.