Post of the year: Matt MacDuff scheitert am gruseligen Loop of Doom

Am Ende seiner Träume schlug Extrembiker Matt MacDuff (CAN) hart auf dem Boden der Realität auf und konnte noch von Glück sagen, dass er in Folge seines mörderischen Stunts mit 13 Knochenbrüchen davonkam

Ganze zwei Wochen brauchte Matt mit seiner Kickstarter-Kampagne, um knapp 12.000 kanadische Dollar einzusammeln. Fast 10.000 gingen für das Reisebudget von Matt und seine fünf Kumpel drauf, sowie für Arbeitsgeräte und Maschinen. Für etwa 2.000 Dollar kaufte er Baumaterial und vor allem Holz dazu.
Sein Plan: der Bau eines mehr als 12 Meter hohen Loops aus Holz mit sich selbst als modernem Evel Knievel darin.

In der Fotogalerie findest Du jede Menge tolles Bildmaterial von Matts missglücktem Rekordversuch und den Folgen – klick dich durch…

Der Loop of doom

Im südafrikanischen Garden Route Trailpark, einem großartig angelegten Mountainbikepark bei George, sollte seine zweijährige Planung nun in die Realität umgesetzt werden – in 4 Wochen. Also zimmerten Matt und seine Buddies aus Unmengen Holz und unter Einsatz von schwerem Gerät nicht nur einen Koloss von Loop mit engem Radius in die Botanik, sondern auch eine 24 Meter hohe Holzrampe als Anfahrt.

Für so einen Plan fragt man nicht kurz per Mail an, dafür braucht es Komplizen. Rob Dorhmel, Besitzer des Bikesparks, war in diesem Fall der perfekte Partner. Ebenfalls gesegnet mit einem gehörigen Schuss Wahnsinn. Das ideale Duo für ein so großartiges (und dämliches) Projekt. Rob war es dann auch, der mit Bagger und Radlader Unmengen an Erde bewegte, das ganze Areal umpfügte und teilweise auch wieder einebnete. Ganz so einfach war es dann aber doch nicht, weder mit Rampe noch mit Loop und so wurden aus den geplanten zwei Wochen Bauphase schnell vier und das Projekt drohte zu scheitern.

Damit ist die Rezeptur perfekt: ein wahnsinniges Projekt, Zeit- und Geldmangel sowie ungenügend Vorbereitung. Mit diesen Grundzutaten hat man es in der Hand Geschichte zu schreiben – eher aber posthum.

Der Testlauf in einem 6-Meter-Loop hatte geklappt. Der große Loop wurde in der Nacht zum 19. März fertig. Den Regen wartete die Crew am Folgetag noch ab, dann ging es um 19:00 Uhr auf den Turm. Verschieben? Unmöglich, die Rückflüge waren bereits gebucht.

Das Ende vom Lied …

Insgesamt 10 Brüche im rechten Handgelenk und drei im Knöchel sind das Ergebnis seines Experiments. Die hohen G-Kräfte brachten Matt MacDuff schon beim Herabstürzen von der Rampe aus dem Konzept, doch er fand den Weg in den Loop. Leider aber nicht auf dem regulären Weg wieder hinaus, sondern am höchsten Punkt.

Der nächste Impact erfolgte als Patient im South African Hospital, der aber nur eine Woche dauerte, bis Matt die Heimreise nach Ontario antreten konnte.

Matt MacDuff – Update vom 30. Oktober 2016

Matt sieht für seine Verhältnisse wieder recht normal aus und soll schon wieder auf dem Rad gesehen worden sein. Wahrscheinlich denkt er seit geraumer Zeit darüber nach, wie er den Loop of Doom doch noch bezwingen kann…

Matt mit seinen Kumpels Mitte Oktober 2016
Matt mit seinen Kumpels Mitte Oktober 2016

Loop und Rampe sind übrigens auch nach dem Rekordversuch noch Teil des Trailparks – falls jemand von Euch Ambitionen hat.

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Photo-Credits: Matt MacDuff und Louis Lhomel

Dieser Post erschien erstmals im Mai 2016 und wurde mehrfach um Inhalte erweitert.