Die Kombination aus zwei verschiedenen Laufradgrößen wenden bislang nur wenige Hersteller an. Wie sich das Ghost HybRide SL AMR X damit fährt, haben wir getestet.  

Ghost HybRide SL AMR X S 7.7+  LC Testbericht

Das Ghost HybRide SL AMR X wurde bereits vielfach als eines der besten E-MTB auf dem Markt prämiert. Dementsprechend neugierig war ich, als ich die Gelegenheit bekam das Rad ausgiebig zu testen. Was macht es so innovativ, so anders als alle bisher dagewesenen E-Bikes?

Verschiedene Laufradgrößen, Carbon-Hauptrahmen, Stahlfederdämpfer uvm. Die Liste an Besonderheiten ist beim Ghost HybRide SL AMR X lang.

Erster Eindruck

Als ich das Rad zum Testen bekam, sprang mir gleich der Rock Shox Super Deluxe Stahlfederdämpfer ins Auge. Gepaart mit 160 mm Federweg vorne durch die Rock Shox Lyrik, stand schon mal fest, dass das SL AMR X bergab Spaß machen dürfte. Die bissige Code Vierkolbenbremse und  die 200mm Scheiben unterstreichen den ersten Eindruck.

Das Ghost-eigene Cockpit ist trotz einiger Kabel – wie bei E-Bikes so üblich – erstaunlich aufgeräumt. Der Ground FiftyOne Carbon Lenker hat sehr angenehme Abmessungen.

Angelehnt an den Motocrosssport setzt Ghost auf unterschiedliche Laufradgrößen an Heck und Front. Ich war gespannt, ob die 29 Zoll vorne für Laufruhe und die extrabreiten 27,5+ hinten für Traktion beim Beschleunigen und Bremsen sorgen werden. Die Reifen Maxxis Minion DHR II und Shorty dürften die ideale Kombination dafür bieten.

Damit auch steile Uphills für ein Grinsen sorgen, verbaut Ghost den potenten und derzeit für E-MTBs idealen Shimano Steps E8000 Motor. Um auch verblocktere Passagen mühelos zu bewältigen wurden extra kurze Kurbelarme entwickelt, die mit nur 155mm Länge ein lästiges Aufsetzen der Pedale verhindern.  Zudem ist die Gabel auf 120mm Federweg absenkbar um ein Steigen des Vorderrads zu verhindern.

Der Shimano Steps E8000 Motor ist sauber integriert und liegt für einen niedrigen Schwerpunkt möglichst tief im Rahmen.