Bremsen ist für jeden Fahrer, egal ob Profi oder Anfänger, einer der Schlüssel, um einerseits sicher und dennoch schnell fahren zu können. Wir zeigen dir fünf Tricks wie du besser bremst.

Ein Profi wäre selbstverständlich nicht schneller als der Otto Normalfahrer, wenn er nicht auch effizienter Bremsen könnte und dadurch zum Beispiel erst später vor einer Kurve zu bremsen beginnt. Natürlich sind viele Aspekte zu beachten, um optimal bremsen zu können, aber wir wollen hier mal auf ein paar der wichtigsten Tipps für Fortgeschrittene näher eingehen:

1. Locker bleiben und Körperspannung

Um im Gelände die bestmögliche Traktion zwischen Reifen und Untergrund herzustellen, ist es wichtig locker zu bleiben. Mit steifen Armen und Beinen wird man niemals größere Unebenheiten ausgleichen können. Und dennoch muss man Spannung halten, um Druck auf den Untergrund ausüben zu können. Zum Beispiel beim Bremsen über Bremswellen oder kleinen aufeinander folgenden Unebenheiten sollte man versuchen mit Spannung und ordentlich Nachdruck das Fahrwerk den nötigen Bodenkontakt zwischen den Wellen herstellen zu lassen. Ein gutes Mittelmaß zwischen Spannung und Lockerheit ist das A und O für möglichst viel und intensiven Bodenkontakt.

Ohne starken Rumpf geht auch auf dem Bike nichts

Um eine gute Körperspannung aufbauen zu können, ist ein starker Rumpf essentiell. Selbst Nino Schurter macht dafür ein bike-spezifisches Krafttraining (zum Video mit Ninos Kraftübungen).

2. Angepasster Luftdruck

Übertrieben gesagt: Je weniger Luftdruck, desto besser Bremstraktion. Natürlich stimmt das so nicht ganz, denn man sollte einen gesunden Kompromis zwischen Rollwiderstand, Verschleiß und Dämpfungseigenschaften finden.

Bremsen
Mit einem Druckprüfer den Reifendruck anpassen

Es ist eher ein längerer Prozess herauszufinden mit wie wenig Luftdruck man fahren kann und variiert von Fahrer(-gewicht), Fahrstil und Streckengegebenheiten enorm. Desto weniger Luftdruck man fährt, desto mehr frisst sich der Reifen in den Untergrund und passt sich Unebenheiten an. Aber es nützt natürlich auch nichts, wenn man sich dabei nur Platten fährt oder einem die Felgen um die Ohren fliegen. Deswegen heißt es hier: Herantasten!