Jeder kennt es! Man holt das Bike das erste Mal wieder aus dem Keller und alles knarzt, quietscht, klappert und die Reifen sind platt. Mit folgenden Tipps und Tricks sowie einer Checkliste geht der MTB Frühjahrscheck einfach von der Hand. 

MTB Frühjahrscheck

1. Waschen und Putzen

Wer vor lauter Dreck und Staub kaum noch den Markennamen seines Gefährts erkennen kann, kommt um einen gründlichen Frühjahrsputz nicht herum und auch die Inspektion läuft dann viel einfacher. Im Grunde genommen kann hier nicht viel schief gehen:

Gartenschlauch und Bürste reichen für den (Frühjahrs-)Putz aus. © SRAM
  • Bike von grobem Dreck und Schlamm befreien
  • Abduschen
  • Reinigungsmittel auftragen
  • Je nach Angabe einwirken lassen
  • Gegebenenfalls hartnäckigen Dreck mit einer Bürste entfernen
  • Erneut abduschen
  • Und schließlich mit einem weichen Tuch abtrocknen
Hochdruckreiniger sind zwar effektiv, sollten aber nur mit Vorsicht verwendet werden, da die Dichtungen von Lagern und Fahrwerk dem hohen Druck nicht Stand halten. © Saalfelden Leogang
Mit einem kompletten Set aus Reinigungs- und Schmiermitteln geht der Waschgang auf jeden Fall einfacher. © Shimano

2. Kette prüfen, reinigen und ölen

Bevor man mit dem Reinigen und Ölen der Kette beginnt, sollte diese vorerst auf ihren Verschleißzustand geprüft werden. Hierzu dient eine gewöhnliche Kettenmesslehre als Hilfsmittel. Selbst wenn die Kette noch kurz vor der Verschleißgrenze ist, raten wir besonders am Anfang der Saison zum Austausch. Bei einer Kette gilt grundsätzlich immer: lieber früher als später erneuern! Denn eine stark gelängte Kette beschleunigt den Verschleiß von Kettenblatt und Kassette enorm und dann wird´s richtig teuer!

Eine Kettenmesslehre gibt Aufschluss über den Ist-Zustand und beugt dem Austausch des gesamten Antriebes vor. © Topeak
Ein Kettenreinigungset hilft bei grober Verunreinigung. © www.cosmicsports.de | pd-f

Ist die Kette noch in Ordnung sollte sie zuerst von grobem Schmutz befreit werden. Anschließend wird das passende Öl (welche Arten es gibt und welches das Richtige für dich ist, erfährst du weiter unten) auf der Innenseite der Kette aufgetragen. Folglich dem Öl etwas Zeit geben um sich in der Kette zu verteilen und zum Schluss das überschüssige Schmiermittel mit einem Tuch abziehen, da die Kette ansonsten jede Menge Dreck anzieht und im Handumdrehen alles wieder so aussieht wie zuvor.

 

Grundsätzlich sollte eine Kette spätestens nach jedem Waschgang oder jeder Regenausfahrt geölt werden. | Foto: www.pd-f.de / Gunnar Fehlau

Welche Arten von Schmiermitteln es gibt und wo die Unterschiede liegen, erfährst du hier.

Auf der nächsten Seite folgen weitere wichtige Schritte für den MTB Frühjahrscheck.