Für den Biketransport mit dem Auto werden verschiedene Fahrradträgerlösungen angeboten. Welches System das Sinnvollste ist und wo die Vor- und Nachteile liegen, erfährst du hier. 

Der Klischee-Deutsche ist ordentlich und perfektionistisch veranlagt. Und so will er auch sein Bike mit dem Auto ordentlich und sicher verstaut wissen. Gut so, denn es einfach auf das Autodach zu legen und mit Spanngurten an der Reling festzuzurren, ist weder für Rad noch Auto eine sinnvolle Transportlösung. Egal, ob auf dem Dach, am Heck oder im Autoinneren, hier gibt es alles Wichtige zum Biketransport mit dem Auto.

Biketransport mit dem Auto

Bei der Frage der am besten geeignetsten Transportlösung scheiden sich die Geister und sie kann natürlich nicht pauschal beantwortet werden. Es ist nach den eigenen Prioritäten und Gegebenheiten des Fahrzeugs zu entscheiden.

Als erstes stellt sich die Frage: Innen…
…oder außen!? | Foto: Thule

Innen oder außen?

Das ist die erste Frage. Ein externer Fahrradträger ist einfacher zu beladen, es bleibt mehr Platz für Gepäck und Insassen und der Dreck vom Bike bleibt draußen. Werden die Bikes im Auto verstaut, sind sie nicht nur sicher und geschützt vor Spritzwasser, sondern auch die Fahrzeugabmessungen (Dachträger und Tiefgarage passen meist schlecht zusammen) und der Spritverbrauch bleiben unverändert.

Transport außen am Auto

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Möglichkeiten: Dach-, Anhängerkupplungs- und Heckträger von bekannten Herstellern wie Thule, Atera, Uebler und vielen anderen Marken.

1. Dachträger

Dachträger können auf nahezu jedem Auto montiert werden | Foto: Atera

Bei fast jedem Auto lassen sich Räder auf dem Dach transportieren. Hat das Auto keine Reling, wird ein spezieller Grundträger „eingehakt“. Darauf wird der eigentliche Fahrradträger befestigt. Dazu hat man die Wahl zwischen Zwei- und Drei-Punkt-Systemen: Bei Zwei-Punkt-System wird das Vorderrad demontiert und die Gabel mit der Steckachse am Halter eingespannt. Der Vorteil ist, dass der Rahmen nicht geklemmt wird und die Gesamthöhe der beladenen Konstruktion und damit wohl auch der Spritverbrauch niedriger sind. Nachteilig ist, dass das Vorderrad im Wageninneren Platz finden muss. Beim Drei-Punkt-System steht das „zusammengebaute“ Bike, befestigt mittels einer Rahmenklaue, auf dem Dach.

Die Bikes sind schnell und einfach montiert, jedoch muss die nötige Kraft vorhanden sein, das Bike über Kopf zu heben | Foto: Thule

Vorteile

  • Mit jedem Auto kompatibel
  • Hohe Sicherheit bei Auffahrunfällen
  • Grundriss des Autos unverändert
  • Günstiger Preis (ab rund 100 Euro)

Nachteile

  • Tiefgaragen, tiefe Brücken o. ä . können zum Problem werden
  • Benzinverbrauch steigt stark (⦰ 2 Liter bei 100 km/h)
  • Beladen für kleine Personen oder mit schweren Bikes mühsam
  • Nicht für E-Bikes geeignet
  • Oft Automodell-spezifischer Träger
Bei jeder Art von Garage wird es allerdings schwierig! | Foto: Thule